So, heut gings nach dem Aufstehen erstmal zur Hiroshima-Station mit der Tram. Fruehstuecken. Ich hatte nen lecker Bananen-Erdbeer-Sandwitch und Maik hatte mal wieder nen Donut. Anschliessend gings per Lokal-Bummelzug zur Miyajimaguchi-Station und von da mit der Faehre (geschaetzte Fahrzeit 5 Minuten 😉 ) rueber auf die Insel. Dort angekommen haben wir uns dann erstmal durch die Reisegruppen gekaempft und sind in Richtung des O-torii-Tors und des Itskushima-Schreins marschiert. Vorbei an soner tollen 5-stoeckigen Pagode und (mal wieder) zig tollen frei rumlaufenden Hirschen und Rehen.

Dann haben sich unsere Wege getrennt. Da Maik unbedingt auf den doofen Misen-Berg wollte und ich den Itskushima-Schrein anschauen wollte.

Der Schrein war toll anzuschauen. Da war auch grad ne buddhistische Huxt (fuer Alper: Hochzeit) im Gange, der ich etwa ne halbe Stunde zugeschaut hab. Mit toller Dudelei, Raeucherstaebchen und Tee, letzterer leider nich fuer mich.

Anschliessend bin ich sonen tollen japanisch betonierten Naturwanderweg langmarschiert und hab mich an der Stille (kein Schmidt’sches „Cooohoool“) ergoetzt. Im Omotopark hab ich dann die Rehe weggescheucht und hab etwa nen Stuendchen abgemattet und Reisetagebuch geschrieben. Nett wars. Bis dann 3 japanische Baufritzen auftauchten und da mit ner Art Minensuchgeraet irgendeinen Hydranten oder so suchen mussten. Als der gefunden war gings mit Spitzhacke und Co. los, also war das Ende der Ruhephase erreicht.

Da ich an der Station sone tolle Karte mitgenommen hatte hab ich also geschaut, welche Route ich noch drehen koennte. Immerhin wollten wir uns erst 5pm an der Faehre wieder treffen. Der Komagabayashi klang toll und schien lt. Karte in erreichbarer Entfernung zu liegen. Also bin ich los, erst ganz gemuetlich, spaeter etwas genervt und irgendwann dann am kotzen 😉 Gefuehlte 100000 Etwa 1000 +-500 Stufen spaeter lichtete sich dann langsam der Wald. Puuuh. Am Morgen wars noch recht frisch gewesen und entsprechend gekleidet sind wir los… mittlerweile schien aber richtig toll die Sonne und die gut 500 Hoehenmeter fast nur als Natursteintreppen liessen den Schweiss dann doch etwas rinnen 😉 Auf dem Kamm angekommen bin ich dann erstmal auf nen Gipfel gekraxelt (fuer Alper: hochgeklettert) wo es keine gesonderte Beschilderung fuer gab. War toll da oben. Anschliessend wieder zurueck zum Kamm und auf den Komagabayashi (was fuer ein geiler Name 😀 ). Dort oben hats mir dann richtig gut gefallen. Allein, Ruhe, nur Schmetterlinge und Eidechsen und ich. Da die Japaner nur manchmal dichtsch Firlefanz um Sicherheit machen war dort oben nix. Kein Gelaender, keine Sicherung, nix. Das man nur 20-30km von einer Stadt mit ueber 1,1 Millionen Einwohnern entfernt ist war nicht zu glauben. Hab mich dann dort oben ein paar Minuten auf den warmen Fels in die Sonne gepackt und einfach die Stille genossen.

Mittlerweile wars 4pm und ich hatte ja noch nen kleinen Weg vor mir zum Faehrhafen. Also los und weiter auf dem Kamm. Zwischenrein lief mir noch ein einsames kleines junges Reh ueber den Weg, welches da oben auf den Bergen irgendwie voellig deplaziert erschien. Tollerweise war der Weg den ich urspruenglich gehen wollte gesperrt. Hier hatten die japanischen Sicherheitsleute mal wieder ganze Arbeit geleistet, zig Schilder und Absperrungen waren da mitten im Wald bzw. auf dem Kamm plaziert. Weniger Schilder haetten mich aber auch definitiv da weitergehen lassen, wer weiss wozu es gut war 😉 Also musste ich nun doch noch die Runde rum zum Mt. Misen. Vorbei an zig kleinen Schreinen und einigen Tempelbauten gings ohne den touristisch erschlossenen Gipfel des Misen zu besteigen direkt weiter zur Seilbahn. Dort bin ich dann mit einer Uschi aus Oz und einem Paerchen aus Polen (aus der Naehe von Jelena Gora, also fast Nachbarn) entspannt nach unten getingelt. Die 1000 Yen hab ich dann auch gern fuer die Abfahrt bezahlt und war (akademisches Viertel) 5.15pm an der Faehre. Maik hatte ich eigentlich nicht mehr erwartet, aber was fuer ein Wiedersehen konnten wir feiern als wir uns doch noch auf der Faehre trafen.

Zur Ueberraschung stellten wir dann fest, das Maik quasi fast die selbe Tour wie ich genommen hatte, allerdings den Schrein ausgelassen und dafuer den Misen mitgenommen hatte.

Zurueck mit dem Zug haben wir uns dann noch auf der Hiroshima-Station ein Sushi to go geholt und sind zurueck ins Hostel. Dort hab ich dann noch ne Runde mit Roland geskyped, Ruediger und Vilma waren ja leider (noch) nicht online.

Toller Tag 😀

11 Kommentare zu „Tag 11 – Miyajima“

  • maik:

    Genau!!! Ein dichtsch derbe toller Tag! Wer haette es gedacht das man in Japan so eine gar wunderpraechtige Natur vorfindet. Toll!
    An der Bergstation der Seilbahn tummelten sich uebrigens Scharen von japanischen Affen, die genuesslich mit den Rehen an den Baeumen frassen. Auf einen der Affen war ich schon een bissl neidsch, der lag in der prallen Sonne und lies sich von seinem Harem das Sackhaar graulen! 😀

  • André:

    Lass mich raten … das war Sebastian? 😉

    Das junge Reh hätte man ja mitnehmen können. Über was zu knabbern hätte es sich bestimmt gefreut! Flüster-Inge habt Ihr auch schon stehen lassen!

    Spass! Jedenfalls verfolge ich die Reise mit Spannung! Das mit dem Onsen muss mir Uneingeweihten nochmal jemand erklären!

    Achja, Maik, denkst Du an die Foto´s für Deinen Kollegen?

    Grüße aus dem Zoo!

  • Alper:

    Sebastian, danke für die Simultanübersetzung einiger Beitragsabschnitte, die es mir mal wieder wesentlich erleichtert haben, die Kernaussagen dieses Artikels zu verstehen 😉

  • Leon:

    „Kleines Reh“ und so…alles klar…und Äffchen und Hirsche…habt ihr eure Tabletten nicht eingenommen oder liegt das am fehlenden onsen? Ich habe noch gesagt denkt dran eure Medizin zu nehmen (wie jede gute Reisegruppe aus dem betreuten Wohnen)Oder war war Kugelfisch im Sushi. To sebasti: mein sushi ist aber immer noch das allerbeste.Ach ja … sollte maik seine Meinung nicht korrigieren, gibt es nie wieder sushi von mir!!!!

  • vilmchen:

    da kann ich mich den meisten nur anschließen: kleines reh… schon klar. … vielleicht war es ja auch der affe, der neidisch auf dich war, maik?

    und aprospos erklären: wikipedia.de -> da kann man sich den gaaanzen tag beschäftigen und wörtern hinterherjagen wie pagode, schrein, mijajima, shaden, honsha, jaja, aber was ich nicht begreife: wart ihr gar ni hier: Fushimi Inari-Taisha in kyoto?? oder hab ich das verpasst? jedenfalls habt ihr das toll gemacht, so klug immer irgendwelche wörter hinschmeißen, als ob ihr die alle versteht..phh

  • vilmchen:

    bei dem dingens in kyoto meine ich speziell diesen krassen einen torii-weg, wenn ihr mal googlen und mir erklären würdet, ob der wenigstens fotografiert ist.
    zum skypen: nicht alle können den ganzen tag in onsen braatzen: normalerweise schläft man hier, mindestens zwischen 2 und 7. 😀

  • @Alper: kein Problem. Wenigstens einer, der sich nich beschwert 😉

    @Leonie: Ja, aber hallo… ich update uebrigens hin und wieder mal die Bildergalerie, also schau halt selbst. Rehe. Die Affen habsch nur kurz gesehn, aber der Maik hat ja fotografiert… Und, das Sushi hier is bis jetzt immer ausserst delikatess gewesen, wir freuen uns schon dein naechstes zu bewerten und zu „optimieren“ 😉

    @vilmchen: Ja hallo, dafuer gibts ja wikipedia… den halben Tag irgendwelche Ortsnamen oder so erklaeren… hmmm… lass ma. Ihr seid doch auch schon selbst alt genug mal was zu recherchieren. Bei dem Fushimi-Dings waren wir glaub, zu dem Torii-Weg gehn wir dann beim naechsten Urlaub hier 😛
    Und zum Thema Skype… sonst biste doch auch dann und wann online uebern Tag, also tu nich so 😉

  • Maik:

    Bei dem Fushimi-Tempel waren wir nicht! Bei den Hundert Tempel in Kyoto, wo einer toller ist als der andere, muss man leider mal einen weglassen.
    Das mit dem Torii-weg hab ich leider auch erst spaeter mitbekommen, naja komm ich halt mal wieder.
    Wie ich`s Vilmchen kenne, koennte es alleine in Kyoto 3 Wochen Urlaub machen! 😀

  • Maik:

    Was soll denn das mit dem Reh? Glaubt ihr etwa nich das da Rehe rumrannten? Und auf dem Berg waren echte Affen, so mit Fell und so, garantiert ohne Batterie!

    @Leon, auf das naechste Sushi bin ich sehr sehr gespannt, die Latte haengt jetzt sehr hoch, aber wenn ich es jemanden zutraue sie zu reissen dann die mein kleiner suesser Leon. 😀

  • Leon:

    Leon und ich liegen gerade in der Sonne und essen haagen-dazs eis, mmh…suhi, reh und äffchen Geschmack…
    @ Sebasti hab die tollen Bilder doch alle gesehen..auch rehlein.
    Ich übe schön für das fugu sushi…mmhhdas wird euch schmecken. Aber dann könntet ihr ja mit euren reichhaltigen Erfahrungen mal eine riesige sushi party schmeißen.
    Leon bekommt jetzt gleich ein lecker schnabelsches Schweineohr

  • vilmchen:

    no complaint!! 😀

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Letzte Kommentare
  • sebastian: Danke Maik. André hat ja nur Deutsch probiert… Bei schottischen Schafen kaum verwunderlich das da...
  • sebastian: 😈 vielleicht? 😉 (der tag ist ‚:twisted:‘)
  • vilmchen: ich weiß, wer der verantwortlche für das „hin und her“ war…. mist. gibt keinen smiley für...
  • vilmchen: hahahahah. chi chi. treffer!
  • sebastian: Danke, Maik. 322 Einwohner? Die hatten doch nur die eine Straße und den schicken Platz halt…
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