Soderle, da der Sebastian ja so ein gestresster Mensch ist und nich dazu kommt die wirklich wichtigen Sachen zu machen, schreibt der Maik jetzt hier mal was rein. Ich war ja schließlich dabei und durfte Sebastian und Andre live erleben !?! 🙂

Der Dienstag, 8.Sep.09, begann mit dem Erwachen in der Jugendherbutze und frühstücken, was mich an einige vergangene Klassenfahrten erinnerte. Damit dieses Feeling auch komplett wurde, speiste auch noch eine deutsche Jugendreisegruppe mit uns.

Für den Tag war eine Rundfart geplant die uns nach nördlich von Inverness führte am Dormoch Firth vorbei durch schönste Wald- , Wiesen- und Schafslandschaften. 2 Regenschauer und die Sonne gaben der ganzen Landschaft dann auch noch irgendwie eine tolle Atmosphäre. Über Ardgay und Bonar Bridge ging es zu den Shin Falls, ein kleiner eher unspektakulärer Wasserfall von 2m Höhe oder so, doch siehe da versuchte doch auf einmal ein Fischlein den Wasserfall hochzuspringen und dann noch eins und noch eins, das waren wohl Lachse auf Wanderschaft, von den ca. 10 die wir da hoch springen sahen, hatte es leider kann geschafft. Ich hatte das Glück einen im richtigen Moment vor die Kamera zu kriegen. 🙂

Auf der A837 und A835 gings es dann gen Westküste, die Strasse war meistens einspurig, aber alle 100m gabs Vorbeilass-oder Überholbuchten. Das Wetter wurde immer besser so mit Sonne  (19Grad) und es gab ordentlich Wind, warmen Wind, was das Ganze wieder sehr toll macht, als wir uns an einer schön windigen Stelle mal ein Stück von der Strasse einen Hügel hochkämpften und um die sensationelle schöne Landschaft zu bewundern. Es schon unglaublich wie viele verschiedene Grüns es gibt ^^.
Irgendwann kamen wir dann an die Küste und zwar in Ardmair und dort ging die Strasse auf 300m direkt an der Küste entlang und es bließ ein heftiger Sturm die ganze Gischt vom Steinstrand auf die Strasse, da haben wir natürlich gehalten und uns auch rausgetraut und haben uns die heftige Briese um die Nase wehen lassen und uns in den Sturm gelegt, so 45Grad Neigung hatten wir schun. Geiles Erlebniss!

Next Stop war da beschauliche Fischerdorf Ullapool, dort gabs dann erstmal für mich sehr leckere Fish’n’chips und dann noch ein bissl Gucken und Tun und weiter zur Corrieshalloch Gorge (Schlucht) – Schön aber unspektakulär. Dann haben wir einen Abstecher entlang der Little Loch Broom Bucht gemacht, unterwegs hat Andre versucht mal mit den Schafen zu sprechen, aber die haben ihn entweder nicht richtig verstanden oder er hat sich unglücklich ausgedrückt, den diese rannten panisch einfach nur weg. 😉
In nem Ort mit 3 Häusern gabs dann lecker Kaffee mit Blick auf Meer, Berge, Sturm und Wolken. Danach gins zurück nach Inverness und nen toller Tag ging mit nem Burger im Pub von tags zuvor zu Ende! Tolles Schottland, tolles!

removal Der 7. September, Montagmorgen, begann erst einmal mit einer kleinen (negativen) Überraschung… Dieser tolle Aufkleber prangte an der Fahrertür unseres Autos. 🙁 An der Windschutzscheibe war dann zu allem Überfluss auch noch ein “Tütchen” mit einer Zahlungsaufforderung über 60 Pfund. Uff! Glücklicherweise werden 50% Rabatt geboten wenn man das Knöllchen innerhalb der nächsten 14 Tage bezahlt (was Maik netterweise schon gemacht hat).

Nachdem mit Verspätung auch André eingetroffen war (der nächste Cop hatte schon sein digitales Notizbüchlein gezückt) sind wir dann flink aus dem schönen Edinburgh in Richtung Norden entflohen. Ziel war das etwa 300 km entfernte Inverness, welches am nördlichen Ende des Loch Ness liegt.

Dank einiger Reiseführer (in diesem Falle Marco Polo) hatten wir uns eine Route über St. Andrews, Dundee und Colnabaichin ausgesucht. Zuerst sollte es an der Ostküste Schottlands entlang gehen aber schon bald mussten wir feststellen das die tolle Küstenstraße (lt. Reiseführer) zu großen Teilen durch eher unspektakuläre Ortschaften und außerhalb der Sichtweite zum Meer entlang führte. Nach einem Kaffee in Leven haben wir uns dann entschieden die “Abkürzung” nach St. Andrews zu nehmen und lieber mehr von Land und Leuten zu sehen…

CairngormsMit vielen Ah’s und Oh’s sind wir dann über Dundee bis nach Blairgowrie, wo wir bei einem asiatischen Imbiss unser Lunch gekauft haben, gefuttert haben wir dann direkt am River Erich. Gesättigt sind wir dann weiter Richtung Norden, mitten durch den “Cairngorms National Park”. Wahnsinn! Toll! Unglaublich! Eine herrliche Landschaft, regelmäßige Stopps und die ersten größeren Ansammlungen der weißen Einwohner Schottlands ließen die Zeit wie im Fluge vergehen.

Nach einem Käffchen (in irgendeiner Klitsche da, Namen vergessen) sind wir dann aber straight Richtung Inverness. Maik hatte beim Hostel zwar telefonisch vorab nach freien Kapazitäten gefragt und auch vorangemeldet, aber wir wollten dann doch die Unterkunft sicher beziehen.

Es war dann bereits 18.30 als wir in Inverness angekommen sind. Dummerweise endete die Stadtkarte welche im Atlas enthalten war genau an der Stelle wo das Hostel war. Also mussten wir uns noch durchfragen. Egal, kurze zeit später haben wir eingecheckt und sind dann auf Futtersuche gegangen. Nach etwas hin und her gab’s dann Burger und 2-3 Ale.

Nach 3 Wochen Regenwetter in Glasgow ging es am Samstag den 5. September mit dem Bus nach Edinburgh, wo ich mich um 13.15 Uhr mit Maik auf dem Flughafen treffen wollte. Leider war die Anbindung nicht so dolle in Edinburgh, musste erst mal nen Kilometer mit dem Gepäck vom zentralen Busbahnhof zum Airport-Link marschieren und mit ner halben Stunde Verspätung hab ich dann den Herrn Maik in Schottland Willkommen geheißen.

Zuerst sind wir mit dem Wagen in die City, eine Unterkunft und etwas zu futtern musste ja noch gefunden werden. Zu futtern gab es (typisch schottisch) Pizza bzw. Burger, dazu Tennent’s bzw. Cola. Anschließend sind wir in die Touristeninfo, wo wir ein B&B gebucht haben. Die Butze war so lala, Double-Room, Dusche/WC übern Flur (aber private, die Tür lies sich zubohren 😉 ). Für 2 Nächte sollte das jetzt unsere Bleibe sein und nachdem Maik sich für die Bettdecke entschieden hatte musste ich mit der Pferdedecke da auskommen. Zuerst ging’s aber nochmal zu Fuß in die City. Maik wollte auch mal noch etwas Alkohol konsumieren. Zu Fuß vom B&B brauchten wir etwa ne halbe Stunde in die Stadt und dann haben wir (glaub) 4 Pubs unsicher gemacht und uns an diversen Biersorten versucht. Merke: Nicht alles was „best“ heißt ist auch best. 😉

SCO6Gut ausgeschlafen ging’s am Sonntag nach einem ganz guten Frühstück erst mal in Richtung des Edinburgh Castle. Die Burg ist recht groß und weite Teile der Ausstellung beschäftigen sich mit irgendwelchen schottischen Regimentern und ihrem “Schaffen” in allen Teilen des Commonwealth sowie während diverser Kriege. Nebenbei waren auf dem Gelände Aufbau- (Feuerwerk) und Abbauarbeiten (Military Tattoo-Tribünen), da das Edinburgh International Festival an diesem Wochenende zu Ende ging. Das War-Memorial und eine Ausstellung zum Thema “Gefängnisse und ihre Insassen” waren sehr interessant.

Anschließend haben wir uns in Richtung eines Restaurants aufgemacht, war ja bereits Mittagszeit. Dort kam dann auch zufällig der Schmitti vorbei geschlendert, hatte eben seinen Kram im Hostel fallen lassen.

Von nun an ging es also zu dritt weiter.

Als nächstes sind wir noch einmal zur Touristeninfo, wo wir uns eine Straßenkarte gekauft haben und uns über eine nächtliche Führung durch die Unterstadt von Edinburgh schlau gemach haben. Danach sind wir zurück zum B&B und sind mit dem Auto zum Holyrood-Park, wo wir 2 Hügel erklommen haben und einen absolut tollen Blick über die Stadt hatten. “Arthur’s Seat” selbst haben wir aber nicht erstürmt. Diese erste kleine Wandertour hatte uns dann doch wieder etwas hungrig gemacht und da um 9pm ein großartiges Feuerwerk angekündigt war sind wir wieder heim.

SCO5

SCO2In der City waren dann bereits 1000 Leute unterwegs und standen rund um die Festung und warteten auf den Beginn des Feuerwerks. Untermalt mit Musik von Händel ging das Spektakel knapp 1 Stunde und war sehr imposant. Der kurz einsetzende Sprühregen war nicht wirklich störend.

Der krönende Abschluss des Tages war dann eine eineinhalbstündige Führung (Terror-Tour) durch das nächtliche Edinburgh mit Geschichten über Hexen, Pest und Geister. War eher so lala… die 10 Pfund war’s dann doch nicht wirklich wert, selbst der kostenfreie Vodka am Ende war nicht so der Bringer.

Bett.

Hier übrigens noch eine Karte unserer gesamten Rundreise.

to be continued…

Pub-Quiz verlieren und dann doch das meiste mitnehmen? Ja, schön wars…

Zuerst aber doch noch ein paar andere Dinge, die die letzten Tage so los waren. Nachdem wir am Freitag unsere Vorlesungen beendet hatten sind einige von uns zum Fußballspielen in die Halle abgerückt. Nach dem Spiel gings direkt in die City und nach dem (obligatorischen) Burgeressen sind wir in größerer Gruppenstärke durch einige Pubs und Clubs gezogen. Bis gegen 3 wurde gequatscht, getrunken, getanzt und gelacht. Am nächsten Morgen waren dann der volle Kopf und das leere Portemonaise zusätzlich eine gute (?) Erinnerung an den Abend. Nachdem wir den eigentlich geplanten Museumsbesuch ausgelassen haben gings gegen 13 Uhr mit dem Bus in Richtung Celtic Park, zum Stadion von Celtic Glasgow. Dort haben wir uns ein Spiel der Truppe angeschaut, passenderweise haben die Celtics auch mit 5:2 gewonnen. Ein recht kurzweiliges und torreiches Spiel also. Den restlichen Samstag haben wir dann ganz entspannt im Restaurant ausklingen lassen. Der vorabend hing uns dann doch noch was an. 😉

Sonntag ging es bereits gegen 9 in Richtung der Highlands los. Die holländischen Kollegen hatten netterweise eine Tour organisiert, an der etwa die Hälfte der Cohort teilgenommen haben. Programmpunkte: Stirling Castle, Highlands, Loch Lomond und ne Wisky-Destille. Nachdem wir von dem recht lustigen und informativen Busfahrer nach Stirling gebracht wurden und uns da die Burg (natürlich im Regen) angeschaut haben ging es direkt weiter durch die High- und Lowlands in Richtung Loch Lomond, dem größten Süßwassersee des UK. Da wir aber doch etwas in Zeitdruck waren haben wir die Bootsfahrt auf dem See ausfallen lassen, ich hatte diesjahr eh schon genug Bootsfahrten, und haben nur eine kurze Weile gestoppt. Anschließend gings in die Destille und nach einem Probierwiskey konnten wir und die Manufaktur da anschauen. Zusammenfassend muss ich sagen: Ich werd wohl kein Wiskeytrinker.

Wieder zurück in Glasgow bin ich dann mit Micha abends noch mal in die Spur um in unserem „Stamm-Pub“ noch ein Bier zu trinken. Netterweise war an dem Tag da grad Pubquiz angesagt. Da wir nur zu zweit waren wollten wir eigentlich bei dem Quiz nicht mitmachen, aber aufgrund der Teilnahmegebühr von nur 1,50 Pfund haben wir uns dann doch spontan dazu entschlossen. Pubquiz: In unserem Fall 5×10 Fragen, Themen: Musik, Film, Sport, Literatur, Dies und das. Bei den ersten 3 Themen konnten wir noch ganz gut mithalten (okay, wir hatten halb soviel Punkte wie die anderen, haben aber zum Teil nicht mal die Fragen verstanden 😉 ), bei größtenteils britischer bzw. schottischer Literatur und Themen haben wir dann aber (logischerweise) total abgekackt. Naja. Immerhin 1 Trostpreis, eine Guinnes-Mütze für die Letztplazierten. Zusätzlich gab es noch 2 Bonusrunden. Immerhin, beim schätzen der Trinkgeldkasse waren wir erfolgreich, 1 Reisetasche. Das wir dann noch von unserem Nachbartisch 2 T-Shirts bekommen haben, denen gefiel ihr 2. Platz scheinbar nicht, war auch noch ein Bonus. Insgesamt ein lohnenswerter Abend. 😀 Auf die 26 Pfund im Pott haben wir unter den Umständen problemlos verzichten können.

Bis jetzt is echt ne geile Zeit hier, nicht nur wegen der Freizeit, auch die Weiterbildung und die ganzen Leutchen aus allen Ecken der Welt sind super.

Essenszeit… Fish and Chips oder Burger… schaumer mal 😉

So, seit Sonntag bin ich nun auf Dienstreise in Schottland, speziell in Glasgow unterwegs.

Der Flug mit easyJet war nicht bequem, aber okay. Nach der Landung wurden wir netterweise mit großem Namensschild direkt vom Flughafen abgeholt und via Taxi zum Campus der Caledonian University gefahren. Dort angekommen gabs für jeden von uns Schlüssel und „Eintrittskarte“ für eine Studentenbude. Ein kleines Zimmer mit (in meinem Fall) Doppelbett, Schreibtisch und Bad mit Dusche ist nun für die nächsten 3 Wochen meine Bleibe. Nichtsdestotrotz haben wir hier etwas mehr Luxus als die „normalen“ Studenten. Bett wird täglich gemacht und das Zimmer gereinigt. Außerdem frische Handtücher. Außerdem haben wir neben einem Scheck auch Coupons für das Frühstück in der Mensa hier bekommen.

Das Essen ist reichhaltig und es gibt nicht nur irgendwelche schottische Spezialitäten sondern auch Cornflakes und Brötchen mit Marmelade… puuuh! 😉 Mittags kann man dann auch für etwa 2-3 Pfund das lecker Essen da mitnehmen (Fish and Chips, Nudeln, Chickencurry…), die Auswahl ist ganz passend.

Abendessen war bisher meist eine Fastfood-Geschichte, in den ordentlichen Restaurants zahlt man halt auch ordentlich. Und sooo hoch war Scheck nun auch wieder nicht 😉 Ansonsten haben wir mittlerweile schon die ersten Pubs hier unsicher gemacht bzw. sind in einem gestern schon trotz bereits geschlossener Küche noch mit Essen versorg worden… Stammkundschaft halt 🙂 Außerdem waren wir gestern noch mit unseren Kollegen im Science Center, sone Art Spielplatz für Erwachsene 😉 Den Abend haben wir dann in nem anderen Pub noch ausklingen lassen, war ja auch Fußball… Celtic gegen Arsenal.

Mehr dann die Tage.

PS: Wetter=Regen/Sonne/Regen/Regen

Letzte Kommentare
  • sebastian: Danke Maik. André hat ja nur Deutsch probiert… Bei schottischen Schafen kaum verwunderlich das da...
  • sebastian: 😈 vielleicht? 😉 (der tag ist ‘:twisted:’)
  • vilmchen: ich weiß, wer der verantwortlche für das “hin und her” war…. mist. gibt keinen smiley für...
  • vilmchen: hahahahah. chi chi. treffer!
  • sebastian: Danke, Maik. 322 Einwohner? Die hatten doch nur die eine Straße und den schicken Platz halt…
Movie Ratings